C'EST CHEESE



C'est Cheese

veröffentlicht 1995
Bestellnummer: AW-777 (Festival Distribution)





Trackliste
1. Sam, The Guy From Quincy
2. Kill The Dog Next Door
3. Lonely Lab Of Broken Hearts
4. Sex, Drugs & RRSPs
5. History Is Made By Stupid People
6. My Voice Is Changing
7. Proud To Be A Banker
8. Horizon
9. The Happy Happy Birthday Song
10. Dangerous
11. The Mountie Song
12. Dog Food Woman
13. Mounted Animal Nature Trail
14. A Real Letter From A Real Yahoo
15. Let There Be Guns

produziert von Andy Thompson
Die Band: Mike McCormick, Chris Patterson, Trevor Strong, John Whytock
Gastmusiker: Doug Banwell, Tom Barnes, Barry Hagarty, Steve Smith

Texte unter Texte (irgendwie logisch, oder?).

REVIEW

Worm-Album Nummer 3 erschien 1995 und ist mit 15 Tracks das Opus Grande der Band bislang. Opener ist die Hommage an "Sam, The Guy From Quincy", stilecht im 70er-Jahre-TV-Theme-Stil realisiert (inklusive "bob-shoe-woop"-Chorus). "Kill The Dog Next Door" erkundet wieder einmal Probleme mit Haustieren und bietet eine mitreißende Bassline. Die Trademark-Country-Hymne auf "C'est Cheese" folgt mit "Lonely Lab of Broken Hearts", musikalisch der bisher wohl reifste Country-Versuch der Worms und auch der witzigste bislang. Punkig wird's dann mit "Sex, Drugs & RRSPs", danach folgt standesgemäß Klassik mit "History Is Made By Stupid People", das bombastisch mit geschmetterten Chören daherkommt. "My Voice Is Changing" befaßt sich akustisch-folkig mit den Problemen der Pubertät, "Proud to be a Banker" dagegen ist wieder ausladender arrangiert mit Keyboards und orchestralen Effekten. "Horizon" setzt die Tradition der automobilen Themen fort, zählt aber nicht zu den Highlights, dafür aber "The Happy Happy Birthday Song", der sich wirklich für jeden diesbezüglichen Anlaß als Bosheit am Rande anbietet, singalong-tauglich (ich liebe den Gruß an Skippy, das Buschkänguruh), und direkt überleitet in "Dangerous", bei dem Trevor Strong nicht nur die Klischees aller Liebeslieder auf den Kopf stellt, sondern auch eine beeindruckende Sangesleistung bietet. "The Mountie Song" gefällt mir auf "Live Bait" besser, eine Entdeckung ist allerdings "Dog Food Woman", bei dem die Worms den Swing-Boom der späten 90er Jahre überraschend und kompetent vorwegnehmen. "Mounted Animal Nature Trail" ist einfach ein Song, der live gespielt werden muß, "A Real Letter to a Real Yahoo" dient als Einleitung für "Let There Be Guns", das musikalisch und auch textlich an "Goin' Huntin'" erinnert, aber wesentlich lustiger ist (hören und totlachen!).
Fazit: "C'est Cheese" ist musikalisch natürlich noch reifer als "Russell's Shorts", weitaus mehr Songs werden mit ausgefuchsten Arrangements bestückt und auch die Gagfrequenz wird weiter erhöht. Als echter Durchhänger läßt sich eigentlich nur "Horizon" feststellen, gut, die von "Live Bait" bekannteren Songs "Mountie Song" und "Mounted Animal Nature Trail" sind dort aufgrund der Liveatmosphäre besser aufgehoben, aber auch so gehört "C'est Cheese" in jeden aufgeschlossenen Plattenschrank.