RUSSELL'S SHORTS



Russell's Shorts

veröffentlicht 1994
Bestellnummer: AW-555 (Festival Distribution)




Trackliste
1. Tokyo Love Song
2. Carrot Juice Is Murder
3. Rippy The Gator
4. Killer Robots From Venus
5. Having Fun Is Bad For You
6. The Fishing Song
7. William Shakespeare's In My Cat
8. A Night in Dildo
9. The Last Sensitive Cowboy
10. Losing Hair Under God
11. Big Fat Road Manager

produziert von Andy Thompson
Die Band: Mike McCormick, Trevor Strong, John Whytock

Texte unter Texte (irgendwie logisch, oder?).
REVIEW

1994 erschien das zweite Album der Worms, auf dem sich neben acht neuen Studiosongs auch drei anderweitig nicht erschienene Live-Aufnahmen befinden. Das Album beginnt mit einem meiner persönlichen Lieblingstracks der Band, dem "Tokyo Love Song", eine sehr schöne Rock'n'-Roll-Nummer mit Surfattitude und natürlich einem herzigen Text für alle kaiju-Fans. "Carrot Juice is Murder" kennen Fans natürlich auch von "Live Bait", die Studioversion kann sich allerdings durchaus mit der Livefassung messen. Track Nummer 3 kommt aus der Abteilung "Extrem Böse", "Rippy the Gator" ist ein absolut fieses Kinderlied, das man aber nur noch schwer aus dem Ohr bekommt. "Killer Robots from Venus" ist für meine Begriffe zwar eine "one-joke"-Geschichte und musikalisch vielleicht etwas langweilig, hat aber einen netten Chorus. Live geht's weiter mit "Having Fun is Bad For You", wobei die Worms wieder einen Latin-Groove zugrundelegen und auch den hierfür typischen Gesangsstil erstmals parodieren, ein Winner. "The Fishing Song" kommt dann wieder aus der Schublade "Surf Songs, wie sie die Beach Boys nicht besser hingekriegt hätten", inklusive multi-harmony-Chorus. "William Shakespeare's In My Cat" ist ein recht abwechslungsreich arrangiertes Folkstück, "A Night in Dildo", eine weitere Liveaufnahme, tendiert wieder in die Irish-Folk-Ecke, findet aber keinen absoluten Spitzenplatz in meiner Worms-Hitparade. Es folgt die obligatorische Country-Hymne "The Last Sensitive Cowboy", die die Worms auch kompetent umsetzen, der aber nicht mit dem fulminanten finalen Doppelschlag mithalten kann. "Losing Hair Under God", ebenfalls live aufgenommen, parodiert erstklassig Fernsehprediger-Gospel-Shows und wird sehr enthusiastisch dargeboten, bevor das klassisch angehauchte "Big Fat Road Manager" mit seinem verrückten Metal-Finale das Album beschließt.
Fazit: Das zweite Album der Worms ist bereits deutlich reifer als das selbstbetitelte Debüt. "Tokyo Love Song", "The Fishing Song", "Rippy the Gator", "Losing Hair Under God" und "Big Fat Road Manager" dürfen in keiner gut sortierten Wormothek fehlen. Da bis auf "Carrot Juice Is Murder" keine Überschneidungen mit "Live Bait" vorliegen, sollte der geneigte Fan unbedingt zuschlagen.
Anmerkung 1: Zu "Big Fat Road Manager" drehten die Worms ein Video, das über die Links-Seite zu erreichen und downloadbar ist. Die Bildqualität ist leider nicht so dolle, aber Komplettisten müssen das einfach haben.
Anmerkung 2: Für den Re-Release als "mp3.com-edition" veränderten die Worms die Songreihenfolge des Albums, meines Erachtens zum besseren. Die Tracklist des mp3-com-Albums: A Night on Dildo, Carrot Juice is Murder, Having Fun Is Bad For You, Killer Robots From Venus, Losing Hair Under God, Rippy The Gator, The Fishing Song, The Last Sensitive Cowboy, Tokyo Love Song, Big Fat Road Manager. Nicht enthalten auf der mp3.com-CD ist "William Shakespeare's In My Cat".